Letzte Beiträge

Blog Summary

Wie man die richtigen Motorradhandschuhe auswählt: Das komplette Dossier für den Schutz Ihrer Hände

Auf dem Töff sind Ihre Hände Ihre wichtigsten Präzisionswerkzeuge. Sie sind die direkte Verbindung zwischen Ihrem Gehirn und der Maschine. Sie steuern die millimetergenaue Beschleunigung, die Notbremsung und das feinfühlige Spiel mit der Kupplung. Gleichzeitig sind sie jedoch auch am stärksten den Elementen ausgesetzt und berühren bei einem Sturz meist als Erstes den Boden. Die Wahl Ihrer Motorradhandschuhe ist also keine Nebensache: Es ist ein komplexer Kompromiss zwischen Sicherheit, thermischem Komfort und Ergonomie.

Bei Degriffbike sehen wir täglich Generationen von Töffbegeisterten in unserem Geschäft in Genf. Wir wissen, dass ein schlecht sitzender Handschuh eine idyllische Tour in den Alpen in eine schmerzhafte Qual verwandeln kann. Hier ist unser ausführlicher Ratgeber, der Ihnen hilft, das ideale Paar zu finden – unabhängig von Geschlecht, Morphologie oder Jahreszeit.

Die Materialien: Woraus besteht Ihre zweite Haut?

Die Wahl des Materials ist der erste Schritt. Es bestimmt die Abriebfestigkeit, die Flexibilität und die Langlebigkeit Ihrer Motorradausrüstung.

Leder: Der edle Klassiker des Schutzes und Überlebens

Der Lederhandschuh für Motorradfahrer bleibt bis heute der Goldstandard. Warum? Weil Leder eine multidirektionale Faserstruktur besitzt, die kein synthetisches Gewebe perfekt imitieren kann. Bei einem Sturz auf dem asphalteigenen „Schleifpapier“ der Schweizer Strassen schmilzt Leder nicht durch Reibungshitze und bietet eine aussergewöhnliche Reissfestigkeit. Zudem bietet es dieses „Zweite-Haut-Gefühl“, das sich mit der Zeit perfekt an Ihre Hand anpasst.

  • Ziegenleder: Geschmeidigkeit für perfektes Feeling. Besonders beliebt für Urban- und Übergangshandschuhe. Es ist von Natur aus weicher als Rindsleder und ermöglicht eine hervorragende Fingerfertigkeit am Bremshebel.
  • Rindsleder: Die historische Robustheit. Dickflüssiger und extrem widerstandsfähig. Es ist die erste Wahl für Touren- und Reisehandschuhe. Es benötigt eine kurze „Einlaufzeit“, ist aber praktisch unverwüstlich.
  • Känguruleder: Die ultimative Performance. Das High-Tech-Material aus dem Rennsport. Bei gleicher Dicke ist es viel reissfester als Rindsleder, was Herstellern wie Dainese oder Alpinestars erlaubt, die Handfläche dünner zu gestalten für maximale Präzision.

Gerbung und Nähte: Worauf Profis achten

Ein erfahrener Biker schaut auch auf die Verarbeitung. Premium-Modelle bei Degriffbike verfügen oft über DWR-Imprägnierungen, damit sich das Leder bei Regen nicht vollsaugt. Ein kritischer Punkt sind die Nähte: Hochwertige Fäden aus Kevlar® verhindern ein Aufplatzen beim Aufprall. Aussennähte an den Fingern bieten zudem ein enormes Plus an Komfort, da sie Druckstellen vermeiden.

Textil: Technologie im Dienste des Komforts und der Vielseitigkeit

Textilien haben eine enorme technologische Entwicklung durchgemacht. Moderne Textil-Motorradhandschuhe bieten heute Abriebwerte und thermischen Komfort, den Leder oft nicht erreichen kann – ideal für das wechselhafte Schweizer Wetter.

  • Cordura®: Das belastbare Nylon-Gewebe wird nach „Denier“ (z. B. 500D, 1000D) klassifiziert. Je höher die Zahl, desto reissfester. Es ist das Standardmaterial für hochwertige Tourenhandschuhe von iXS oder Richa.
  • 3D-Mesh: Die Rettung bei sommerlichen Hitzewellen in Genf. Dieses grossmaschige Gewebe lässt die Luft direkt über den Handrücken strömen und sorgt für trockene Hände und volle Konzentration.
  • Softshell: Sehr beliebt bei Schweizer Bikern, um die eisige Bise zu blockieren. Es ist winddicht, extrem elastisch und wasserabweisend – perfekt für den täglichen Weg zur Arbeit.
  • Aramidfasern (Kevlar®): Diese finden sich oft als unsichtbare Verstärkung unter dem Oberstoff, um die Haut vor Reibungshitze und Verbrennungen bei Stürzen zu schützen.

Profi-Tipp: Wenn Sie sich nicht entscheiden können, wählen Sie Hybrid-Handschuhe. Diese kombinieren eine Lederinnenhand (für Grip und Schutz) mit einem Textilhandrücken (für Belüftung und Leichtigkeit).

Der Zyklus der Jahreszeiten: Handschuhe an das Schweizer Klima anpassen

In der Schweiz sind extreme Temperaturunterschiede die Regel. Ein einziges Paar Handschuhe für das ganze Jahr reicht für die aktive Sicherheit meist nicht aus.

Sommer-Motorradhandschuhe: Atmen bei Hitze

Sobald das Thermometer über 25 °C steigt, ist der Sommer-Motorradhandschuh unverzichtbar. Er sorgt für maximale Luftzirkulation und verhindert rutschige Hände durch Schweiss. Dennoch sollte er immer über Hartschalen an den Knöcheln verfügen.

Übergangshandschuhe: Die Schweizer Vielseitigkeit

Die Basis für Frühling und Herbst. Diese Handschuhe integrieren oft wasserdichte Membranen wie Gore-Tex oder D-Dry. Sie schützen vor Wind und plötzlichen Schauern, ohne zu dick zu sein – ideal für das Pendeln zwischen Lausanne und Genf.

Winter-Motorradhandschuhe: Maximale Wärmeisolierung

Der Winter-Motorradhandschuh ist ein echter Schutzpanzer gegen eisige Finger. Er nutzt Isolierungen wie Primaloft oder Thinsulate. Expertenmarken wie iXS oder Richa meistern hierbei das Gleichgewicht zwischen dicker Isolierung und gutem Gefühl für die Hebel.

Beheizbare Handschuhe: Der Luxus für Ganzjahresfahrer

Für Fahrten durch den Schnee im Jura sind beheizbare Handschuhe mit Akku-Betrieb die ultimative Lösung. Im Jahr 2026 sind diese Systeme dünn, zuverlässig und bieten bis zu 6 Stunden Wärme.

Damen, Herren oder Unisex: Morphologische Unterschiede verstehen

Die Anatomie der Hand ist ein entscheidender Sicherheitsfaktor. Begehen Sie nicht den Fehler zu glauben, der einzige Unterschied sei die Grösse.

Die Besonderheiten von Damen-Motorradhandschuhen

Frauenhände sind oft schmaler an der Handfläche mit längeren, dünneren Fingern. Damen-Motorradhandschuhe sind daher feiner geschnitten und verhindern, dass das Material in der Innenhand Falten wirft, was Blasen und Krämpfe vermeiden hilft.

Das Volumen von Herren-Motorradhandschuhen

Herren-Motorradhandschuhe bieten eine breitere Handfläche und mehr Platz für kräftigere Finger. Ein passendes Modell garantiert, dass die Protektoren genau dort sitzen, wo sie im Ernstfall schützen sollen.

Grössenguide: Wie misst und probiert man richtig?

Ein perfekter Handschuh wird beim Fahren vergessen. Ist er zu klein, unterbricht er die Blutzirkulation; ist er zu gross, können Falten die Hebel blockieren.

Messen des Handumfangs

Nehmen Sie ein flexibles Massband. Messen Sie den Umfang Ihrer Handfläche knapp oberhalb des Daumens auf Höhe der Knöchel. Halten Sie die Hand flach. Vergleichen Sie den Wert mit der Herstellertabelle, da ein „L“ bei Alpinestars einem „M“ bei einer anderen Marke entsprechen kann.

Tests im Laden (Genf, Les Acacias)

  • Der Faust-Test: Ballen Sie eine Faust. Die Protektoren dürfen nicht auf die Knöchel drücken.
  • Der Zwick-Test: Bei Winterhandschuhen sollten etwa 5 mm Platz an den Fingerspitzen bleiben, um warme Luft einzuschliessen.
  • Der Simulator: Greifen Sie einen Lenker. Der Handschuh darf beim Bremsen nicht an den Fingerspitzen spannen.

Sicherheit: Schleifer, Schalen und Brücken

Achten Sie beim Kauf auf folgende Merkmale auf dem Etikett:

  • Zulassung EN 13594: Unerlässlich für die Sicherheit.
  • KP1 vs. KP2: KP2 bietet deutlich höhere Abriebfestigkeit und Stossdämpfung.
  • Handflächen-Schleifer: Lässt die Hand über den Asphalt gleiten, anstatt hängenzubleiben, was Handgelenksbrüche verhindert.
  • Fingerbrücke: Typisch für Alpinestars; sie verhindert das Umknicken des kleinen Fingers bei einem Sturz.

Fazit: Erschwingliche Exzellenz bei Degriffbike

Ihre Hände sind Ihre Sensoren für Freiheit. Die Investition in Handschuhe von Top-Marken wie Dainese, iXS, Alpinestars oder Richa ist der beste Dienst für Ihre Sicherheit.

Unsere Mission bei Degriffbike ist es, Ihnen diese Spitzentechnologien zu Outlet-Preisen anzubieten. Besuchen Sie uns in Genf für eine persönliche Beratung. Sobald Ihre Hände ausgerüstet sind, stellen Sie sicher, dass auch der Rest Ihres Körpers geschützt ist! Werfen Sie einen Blick in unseren kompletten Grössenguide für Erwachsene, um von Kopf bis Fuss perfekt geschützt zu sein.

Geschrieben in: Home, Actualités

Hinterlassen Sie einen Kommentar

w3c