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Ein Motorradhelm-Visier verleiht Ihrer Ausrüstung nicht nur einen individuellen Look. Es schützt Ihr Gesicht vor Wind, Regen, Insekten und aufgewirbelten Gegenständen und spielt gleichzeitig eine wichtige Rolle für Ihre Sicht. Doch bei der Auswahl zwischen klaren, getönten, verspiegelten und Iridium-Visieren stellt sich die Frage: Welches Visier ist das richtige für Ihren Motorradhelm? Und vor allem: Wie überprüfen Sie die Zulassung von Motorradhelm-Visieren, bevor Sie in der Schweiz losfahren?
Das Thema verdient ein paar Erklärungen. Ein Visier kann zwar mit Ihrem Helm kompatibel sein, ohne dass automatisch alle Varianten für den Strassenverkehr zugelassen sind. Eine Tönung, die bei strahlendem Sonnenschein angenehm ist, kann bei schlechteren Lichtverhältnissen schnell zum Nachteil werden. Auch die Kennzeichnung ECE 22.06 darf nicht losgelöst vom jeweiligen Produkt und dessen Verwendungsbedingungen interpretiert werden.
Hier erfahren Sie das Wichtigste über die Normen für Motorradhelm-Visiere, die verschiedenen Kennzeichnungen und die richtige Wahl des Visiers – damit Sie unterwegs keine unangenehmen Überraschungen erleben.
Bei einer Zulassung wird geprüft, ob ein Produkt die gesetzlich festgelegten technischen Anforderungen erfüllt. Bei Motorradschutzausrüstung geht es dabei unter anderem um Eigenschaften, die zur Sicherheit der Nutzerinnen und Nutzer beitragen. Bei einem Visier sind insbesondere die optische Qualität, die Lichtdurchlässigkeit, die Stossfestigkeit und die verzerrungsfreie Sicht wichtige Kriterien.
Ein qualitativ schlechtes oder ungeeignetes Visier kann die Einschätzung von Distanzen erschweren, Formen verzerren oder dafür sorgen, dass Hindernisse schlechter erkennbar sind. Stellen Sie sich vor, Sie müssen den Abstand zu einem Auto einschätzen, während Ihr Visier dessen Konturen leicht verzerrt. Das ist definitiv keine zusätzliche Herausforderung, die man sich auf einer ohnehin anspruchsvollen Fahrt wünscht.
Deshalb müssen zwei Dinge unterschieden werden: die Kompatibilität des Visiers mit dem Helm und seine Zulassung für den vorgesehenen Einsatz. Bei der Kompatibilität geht es unter anderem um die Form des Visiers und den Befestigungsmechanismus. Ob es zugelassen ist, hängt hingegen von seinen Eigenschaften und den dafür geltenden Genehmigungen ab.
Ein Visier, das sich problemlos montieren lässt, ist deshalb nicht automatisch in jeder Situation erlaubt. Prüfen Sie vor dem Kauf unbedingt die Angaben des Herstellers, die Kennzeichnungen auf dem Visier und die Produktbeschreibung.
Die UN-Regelung Nr. 22 regelt die Zulassung von Schutzhelmen für Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer sowie der dazugehörigen Ausrüstung. Die 06er-Serie, meist als ECE 22.06 bezeichnet, ist eine Weiterentwicklung dieser Regelung. Sie verschärft unter anderem bestimmte Prüfanforderungen für Helme und berücksichtigt verschiedene Aspekte von Visieren und Sonnenschutzsystemen.
Achtung, hier kommt es häufig zu einem Missverständnis: Die Kennzeichnung ECE 22.06 auf einem Helm bedeutet nicht, dass jedes beliebige Visier darauf montiert werden darf. Die vom Hersteller vorgesehenen Kompatibilitäten müssen eingehalten und die Eigenschaften des Ersatzvisiers geprüft werden. Auch eine Artikelnummer oder ein Modellname allein reicht nicht aus, um die Konformität einer getönten Variante zu bestätigen.
Wenn Sie sich näher mit den technischen Grundlagen befassen möchten, finden Sie den offiziellen Text der UN-Regelung Nr. 22, Serie 06 hier. Daraus wird deutlich, dass es bei der Zulassung nicht nur um die mechanische Widerstandsfähigkeit geht: Auch die Sichtqualität spielt eine wichtige Rolle.
Das Visier muss eine ausreichend klare Sicht auf die Strasse ermöglichen. Zu den technischen Anforderungen gehören unter anderem die Lichtdurchlässigkeit, die optischen Verzerrungen und bestimmte Mängel, die das Sichtfeld beeinträchtigen könnten. Je nach geltenden Vorschriften sind auch die Kratz- und Stossfestigkeit wichtige Kriterien.
Für den Alltag gilt deshalb eine einfache Regel: Ein stark verkratztes, trübes oder beschädigtes Visier kann gefährlich werden, selbst wenn es im Neuzustand den Anforderungen entsprochen hat. Eine Zulassung verhindert keine Abnutzung. Wenn sich die Scheinwerfer anderer Fahrzeuge durch Kratzer in leuchtende Sterne verwandeln, ist ein Visierwechsel sinnvoller als ein Kompliment für seine lange Lebensdauer.
Um die Zulassung eines Motorradhelm-Visiers zu überprüfen, sollten Sie zunächst die Herstellerangaben und die technischen Informationen zum Produkt prüfen. Je nach Modell und geltender Regelung befinden sich die entsprechenden Kennzeichnungen direkt auf dem Visier oder in den Begleitunterlagen. Sie müssen lesbar sein und zum jeweiligen Produkt passen.
Verlassen Sie sich nicht allein auf das Aussehen des Visiers, seine Farbe oder eine allgemeine Aussage zur Marke. Innerhalb einer Visierreihe kann es verschiedene Ausführungen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Nutzungseinschränkungen geben. Ein klares Visier und eine stark getönte Variante dürfen deshalb nicht einfach als gleichwertig betrachtet werden, nur weil sie zur gleichen Produktfamilie gehören.
Bevor Sie eine Bestellung aufgeben, sollten Sie folgende Punkte überprüfen:
Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie lieber beim Händler oder Hersteller nach, statt die Zulassung anhand eines Produktfotos zu beurteilen. Ein Visier kann genau die gewünschte Farbe haben und trotzdem nicht die passende oder zugelassene Ausführung sein.
Die Wahl eines Motorradhelm-Visiers hängt von den Lichtverhältnissen, Ihren Fahrgewohnheiten und dem vorgesehenen Einsatz ab. Die Tönung trägt zum Fahrkomfort bei, ersetzt aber keinesfalls die Prüfung der Zulassung. Wichtig ist, dass Sie eine Variante wählen, die für die Strasse und die Bedingungen geeignet ist, unter denen Sie unterwegs sind.
Ein klares Motorradhelm-Visier lässt viel Licht durch und ermöglicht eine natürliche Sicht, wenn die Helligkeit abnimmt. Es eignet sich für Fahrten am frühen Morgen, für die Heimfahrt am Abend, bei bewölktem Wetter und auf Strecken mit wechselnden Lichtverhältnissen, beispielsweise zwischen offenen Strassen und schattigen Abschnitten.
Es ist eine vielseitige Wahl für Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer, die zu unterschiedlichen Tageszeiten unterwegs sind oder das Visier nicht je nach Wetter wechseln möchten. Wenn Sie nur ein Visier besitzen, ist eine klare Ausführung, die den geltenden Anforderungen entspricht, oft die praktischste Lösung.
Ein Beispiel dafür ist das SHOEI CNS-1C Visier für den GT-Air 3. Es zeigt, wie wichtig es ist, die richtige Referenz für den eigenen Helm auszuwählen. In der Produktbeschreibung wird insbesondere zwischen der zugelassenen klaren Ausführung und farbigen Varianten unterschieden, die als nicht zugelassen gekennzeichnet sind. Achten Sie deshalb auf die genaue Ausführung und verlassen Sie sich nicht nur auf den Namen der Produktreihe.
Ein getöntes Motorradhelm-Visier reduziert die Lichtmenge, die auf die Augen trifft. Bei starker Sonneneinstrahlung kann es den Fahrkomfort verbessern und die Blendung verringern. Eine dunklere Tönung lässt jedoch auch weniger Licht durch, wodurch Details bei schlechten Lichtverhältnissen schwieriger zu erkennen sein können.
Ein leicht getöntes Visier und ein dunkel getöntes Visier haben nicht dieselben Eigenschaften. Deshalb sollten Sie nicht davon ausgehen, dass für beide dieselben Zulassungsbedingungen gelten. Prüfen Sie vor dem Kauf eines getönten Visiers die Lichtdurchlässigkeit, die Kennzeichnung und die vom Hersteller angegebenen Einsatzbedingungen.
Die Produktreihe HJC HJ-43 ist ein konkretes Beispiel: Sie ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich, darunter leicht getönt, dunkel getönt und Iridium. Das Visier ist für die Helme HJC I31 und F31 vorgesehen und mit einem Pinlock-System kompatibel. Bei der Auswahl müssen deshalb das Helmmodell, die genaue Tönung und der vorgesehene Einsatz berücksichtigt werden.
Ein Iridium-Visier erkennt man an seiner reflektierenden Oberfläche, die beispielsweise silbern, golden oder farbig sein kann. Es sorgt für einen markanten Look und kann je nach optischen Eigenschaften die Blendung reduzieren. Sein Aussehen allein sagt jedoch nichts darüber aus, ob es für den Einsatz im Strassenverkehr zugelassen ist.
Wichtig ist insbesondere, UV-Schutz, Blendreduktion und Lichtdurchlässigkeit nicht miteinander zu verwechseln. Dabei handelt es sich um unterschiedliche Eigenschaften. Ein Visier mit UV-Schutz erfüllt nicht automatisch alle Anforderungen an die Tönung für den Strassenverkehr.
Das goldene Iridium-Visier HJC HJ-43 zeigt, weshalb Sie die genaue Variante prüfen sollten. Die goldene Ausführung ist eine spezielle Version des Visiers für die Helme HJC I31 und F31. Bevor Sie es für den Strassenverkehr kaufen, prüfen Sie die Zulassungsangaben dieser Ausführung und übernehmen Sie nicht einfach die Angaben einer anderen Variante derselben Produktreihe.
Diese Frage taucht häufig auf: Sind getönte Motorradhelm-Visiere in der Schweiz erlaubt? Es wäre irreführend, pauschal zu behaupten, dass alle getönten Visiere verboten oder umgekehrt alle erlaubt sind. Ob ein Visier den geltenden Anforderungen entspricht, hängt von den einschlägigen Vorschriften, seinen Eigenschaften und den Angaben zu seiner Verwendung ab.
In der Schweiz sieht Artikel 3b Absatz 3 der Verkehrsregelnverordnung vor, dass Schutzhelme den zugelassenen Fassungen der UN-Regelung Nr. 22 entsprechen müssen, wie sie in den einschlägigen Bestimmungen der Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge aufgeführt sind.
Für Visiere enthält die UN-Regelung Nr. 22 technische Anforderungen, unter anderem zur Lichtdurchlässigkeit. Je nach anwendbaren Bestimmungen können Visiere mit reduzierter Lichtdurchlässigkeit besonderen Bedingungen und einer Kennzeichnung für den Gebrauch bei Tag unterliegen. Die englische Kennzeichnung «DAYTIME USE ONLY» bedeutet, dass das Visier für den Gebrauch bei Tag vorgesehen ist. Sie darf nicht als allgemeine Erlaubnis verstanden werden, das Visier bei allen Lichtverhältnissen zu verwenden.
Deshalb ist Vorsicht geboten: Leiten Sie die Zulässigkeit eines Visiers nicht allein von seiner Tönung, seinem Preis oder der Angabe ECE 22.06 in der Helm-Produktbeschreibung ab. Prüfen Sie die Angaben zum Visier selbst sowie die Empfehlungen des Herstellers. Wenn aus der Produktbeschreibung nicht eindeutig hervorgeht, ob eine bestimmte Variante den Anforderungen entspricht, lassen Sie dies vor dem Einsatz im Strassenverkehr bestätigen.
Nicht unbedingt. Die Kennzeichnung «DAYTIME USE ONLY» weist, sofern sie für das betreffende Visier gilt, darauf hin, dass es nur für den Gebrauch bei Tag vorgesehen ist. Unabhängig von den gesetzlichen Anforderungen kann ein dunkles Visier die Sicht bei Dämmerung, Regen, in Tunneln oder auf schlecht beleuchteten Strassen deutlich einschränken.
Wenn Sie regelmässig zu unterschiedlichen Tageszeiten unterwegs sind, ist ein klares Visier oder eine ausdrücklich für die vorgesehenen Bedingungen zugelassene Lösung möglicherweise besser geeignet. Die Möglichkeit, auf ein helleres Visier zu wechseln, ist besonders praktisch, wenn eine Fahrt bei Sonnenschein beginnt und erst nach Einbruch der Dunkelheit endet.
Eine einfache Regel: Wählen Sie Ihr Visier nach den Bedingungen aus, unter denen Sie tatsächlich fahren werden – und nicht nur nach denen, auf die Sie hoffen. Das Wetter hat Ihren Terminplan schliesslich nicht gelesen.
Diese drei Ausstattungen verbessern den Sehkomfort, erfüllen aber unterschiedliche Funktionen. Wer sie auseinanderhalten kann, findet leichter das passende Zubehör und versteht besser, welche Eigenschaften der eigene Helm bietet.
Das äussere Motorradhelm-Visier ist die Hauptscheibe vor den Augen. Es schützt vor Wind, aufgewirbelten Gegenständen und Witterungseinflüssen und sorgt gleichzeitig dafür, dass das Sichtfeld möglichst frei bleibt. Je nach Ausführung ist es klar, getönt oder mit einer Iridium-Beschichtung versehen. Entscheidend ist, dass die gewählte Variante zum vorgesehenen Einsatz und zu den geltenden Anforderungen passt.
Wenn das Visier ersetzt werden muss, ist die genaue Referenz entscheidend. Befestigungssysteme, Abmessungen und Öffnungsmechanismen unterscheiden sich von Helm zu Helm – manchmal sogar zwischen zwei Generationen desselben Modells.
Ein Pinlock® ist eine Antibeschlag-Innenscheibe, die an der Innenseite eines kompatiblen Visiers befestigt wird. Sie bildet eine isolierende Schicht, die die Kondensation reduziert, wenn warme, feuchte Atemluft auf eine kühlere Oberfläche trifft. Es handelt sich also weder um ein vollständiges Visier noch um einen Sonnenschutz.
Ein Visier kann für die Montage eines Pinlock® vorbereitet sein, ohne dass die Innenscheibe automatisch im Lieferumfang enthalten ist. Prüfen Sie deshalb vor der Bestellung, was zum Produkt gehört und welche Innenscheibe kompatibel ist.
Ein Beispiel ist das HJC HJ-43 Visier. Es ist für die Helme HJC I31 und F31 vorgesehen und wird als Pinlock-kompatibel beschrieben. Diese Eigenschaft ist besonders bei feuchtem Wetter praktisch, wenn das Visier schnell beschlägt und die Sicht beeinträchtigt.
Die integrierte Sonnenblende im Motorradhelm ist eine zusätzliche getönte Scheibe, die sich normalerweise im Helminneren herunterklappen lässt. Sie reduziert die Blendung, ohne das äussere Visier ersetzen zu müssen. Das ist besonders praktisch, wenn sich die Lichtverhältnisse während der Fahrt verändern.
Wichtig: Eine integrierte Sonnenblende bedeutet nicht automatisch, dass jedes getönte Aussenvisier ebenfalls den geltenden Anforderungen entspricht. Für jedes Element gelten die jeweils anwendbaren Bestimmungen. Ein Helm mit integrierter Sonnenblende kann durchaus für die Verwendung mit einem klaren Aussenvisier vorgesehen sein.
Bei der Wahl eines zugelassenen Motorradhelm-Visiers ist die genaue Helmreferenz entscheidend. Selbst Helme derselben Marke können unterschiedliche Visiere benötigen. Ein Visier für eine ältere Modellgeneration passt nicht zwingend auf die neuere Version, auch wenn sich die Modellnamen nur geringfügig unterscheiden.
Das klare SCHUBERTH SV6 Visier veranschaulicht diesen Punkt. Es ist für die Helme SCHUBERTH C5, C5 Carbon und S3 vorgesehen. Dank dieser klar definierten Kompatibilität lässt sich die richtige Visierfamilie auswählen. Die klare Ausführung ist eine Option für alle, die bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen eine möglichst natürliche Sicht beibehalten möchten.
Ein weiteres Beispiel ist das SCORPION EXO-930 KDF-31 Visier, das für den Helm SCORPION EXO-930 angeboten wird. Die Produktbeschreibung führt eine klare zugelassene Ausführung sowie eine getönte Variante mit der Kennzeichnung ECE 22.06 auf. Wählen Sie unbedingt die genaue Ausführung aus und überprüfen Sie vor dem Kauf die entsprechenden Angaben. Die Zulassung einer Variante darf nicht automatisch auf alle anderen Ausführungen übertragen werden.
Bevor Sie Ihre Bestellung abschliessen, kontrollieren Sie deshalb kurz die Marke, das Helmmodell, die Visierreferenz, die Ausführung und die Zulassungsangaben. Das ist deutlich einfacher, als ein inkompatibles Visier zurückschicken zu müssen oder erst nach dem Kauf festzustellen, dass eine Variante nicht für Ihren Einsatzzweck geeignet ist.
Auch ein zugelassenes Motorradhelm-Visier sollte ersetzt werden, wenn es keine zufriedenstellende Sicht mehr ermöglicht oder beschädigt ist. Tiefe Kratzer, Risse, Einschlagspuren, trübe Stellen und optische Verzerrungen sind Warnzeichen, die Sie ernst nehmen sollten.
Besonders bei Gegenlicht oder entgegenkommenden Scheinwerfern zeigen sich die Probleme deutlich: Kratzer können das Licht streuen und es schwieriger machen, Kontraste zu erkennen. Ein Visier, das in der Garage noch akzeptabel aussieht, kann auf einer dunklen Strasse oder bei starkem Regen schnell störend werden.
Damit das Visier möglichst lange hält, reinigen Sie es mit geeigneten Produkten und einem weichen Tuch. Vermeiden Sie Lösungsmittel, Scheuermittel und Bewegungen, die Kratzer verursachen könnten. Beachten Sie die Pflegehinweise des Herstellers, insbesondere bei speziellen Beschichtungen und Antibeschlag-Innenscheiben.
Kontrollieren Sie auch den Befestigungs- und Schliessmechanismus. Ein Visier, das sich nicht richtig schliessen lässt, ungewöhnlich wackelt oder nicht mehr zuverlässig in Position bleibt, sollte überprüft werden. Für die Sicherheit zählt der Zustand des gesamten Systems und nicht nur die Transparenz der Scheibe.
Die Zulassung von Motorradhelm-Visieren sollte nicht auf eine einzelne Angabe in der Produktbeschreibung reduziert werden. Bei der Wahl des passenden Visiers müssen Sie die Kompatibilität mit dem Helm, die Ausführung, die Kennzeichnungen und die vom Hersteller angegebenen Nutzungsbedingungen prüfen.
Ein klares Visier ist bei wechselnden Lichtverhältnissen vielseitig einsetzbar. Ein getöntes Visier kann bei Sonnenschein angenehmer sein, sofern die gewählte Ausführung für den vorgesehenen Einsatz geeignet ist. Ein Iridium-Visier sorgt für einen markanten Spiegeleffekt, doch sein Aussehen allein bestätigt nicht, dass es den geltenden Anforderungen entspricht. Pinlock® und integrierte Sonnenblende erfüllen wiederum unterschiedliche Aufgaben und ersetzen nicht die Prüfung des Aussenvisiers.
Orientieren Sie sich in der Schweiz an den geltenden Vorschriften und offiziellen Herstellerangaben, statt davon auszugehen, dass alle getönten Visiere erlaubt oder verboten sind. Wenn Sie bei einer Referenz oder Variante unsicher sind, lassen Sie die Angaben vor der Fahrt überprüfen.
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